Wir erklären den Hausvorteil

prozentualer Hausvorteil

Casinos sind ein beliebter Treffpunkt für Spieler aller Art, aber vergessen Sie nicht, dass diese aufregenden Spielstätten auch ein knallhartes Geschäft sind. Wie es Bob Stupak, der ehemalige Besitzer des Vegas World Casinos, ausgedrückt hat, ist es die Aufgabe des Casinos, so viel Geld wie möglich aus den Kunden herauszuholen - und sie gleichzeitig mit einem Lächeln nach Hause zu schicken.

Aber wie gelingt es den Casinos, an Ihr Geld zu kommen? Keine Sorge - sie betrügen Sie nicht, weil das Haus in jedem seiner angebotenen Spiele einen integrierten Vorteil hat, der am geringsten in Blackjack und Video Poker ausfällt, am höchsten bei Spielautomaten. Die Chancen stehen jedoch in jedem Falle zu Gunsten der Casinos. Daher ist es mathematisch unvermeidlich, dass Sie langfristig geschlagen werden. Dieser in das Spiel integrierte Vorteil wird als "Hausvorteil" bezeichnet.

Casinos haben es nicht nötig, zu betrügen. Der Hausvorteil bringt genug Geld.

So funktioniert der Hausvorteil

Der Hausvorteil kann als der durchschnittliche Gewinn des Casinos auf den Einsatz eines Spielers interpretiert werden. Wann immer Sie eine Wette platzieren, haben Sie eine bestimmte Wahrscheinlichkeit zu gewinnen oder zu verlieren. Beim klassischen Münzwurf besteht zum Beispiel eine 50 zu 50 Chance auf Kopf oder Zahl. Dies ist, was in der Fachsprache eine "Even Money Bet" genannt wird. Wenn Ihr Einsatz €1 war und Sie im Gewinnfalle auch weitere €1 erhalten haben, dann wurde Ihnen die korrekte mathematische Auszahlung entsprechend der Wahrscheinlichkeit (50:50) gewährt. Wenn ein Casino Ihnen jedoch nur 0.95€ statt €1 zugesprochen hat, als Sie Ihre Wette gewonnen haben, dann profitierte das Casino von einem Hausvorteil in Höhe von 5%. Mit anderen Worten, der Unterschied zwischen den wahren Gewinnchancen und den gewährten Gewinnchancen ist der Hausvorteil.

Das amerikanische Roulette besitzt einen Hausvorteil von 5,26%. Das Casino-Spiel umfasst 36 Zahlen sowie die 0 und die Doppelnull. Das bedeutet, dass der Gewinn eines Spielers eins zu 38 (oder 37 zu 1) beträgt. Wenn Sie der Gewinner sind, erhalten Sie €35 für Ihre €1 Wette vom Casino. Sie können Ihren €1-Anteil behalten und erhalten zusätzlich €35 für €36. Die Differenz von €2 erzeugt also den Hausvorteil von 5,26%. Infolgedessen könnte ein Spieler theoretisch sämtliche Zahlen auf dem Tisch abdecken und trotzdem dabei Geld verlieren.

Der Hausvorteil spiegelt wider, wie viel die Casinos im Durchschnitt beim jeweiligen Spiel profitieren werden. Casinos sind auf lange Sicht immer der Gewinner. Je mehr Zeit ein Spieler mit einem Spiel verbringt, desto mehr nähern sich seine Verluste dem Hausvorteil. Nehmen wir noch einmal das amerikanische Roulette als Beispiel. Die Statistiken zeigen, dass zwischen dem ersten und dem 100. Mal, wenn ein Spieler eine Wette platziert, die einzelnen Ergebnisse einigermaßen unvorhersehbar sind. Sie können auch nach 100 Einsätzen immer noch gewinnen. Aber wenn Sie immer weiter wetten, dann verlieren Sie mehr und mehr. Wenn es zur 100.000. Platzierung einer Wette kommt, wird Ihr prozentualer Verlust ungefähr dem Hausvorteil von 5,26% entsprechen. Wenn also die Roulette Spieler eines Casinos an einem Abend insgesamt 1 Million € eingesetzt haben, dann erwartet das Casino einen Gewinn von etwa €50.000.

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Der "Grind"

Nun werden Sie wahrscheinlich die Frage stellen: Wenn ein Casino mit dem amerikanischen Roulette nur einen Gewinn von 5,26% erzielt, wie kommt es dann, dass so viele Spieler am Ende 100% verlieren? Beachten Sie, dass der Hausvorteil sich auf Ihren Einsatzbetrag bezieht und nicht auf den gesamten Geldbetrag, den Sie in die Spielhalle mitbringen. Stellen Sie sich vor, Sie haben €100 bei sich und setzen auf jede Drehung des Roulette-Rads einen Einsatz von €5. Sie setzen €150 pro Stunde, mehr als den Betrag, den Sie mitgebracht haben, da Sie mit Ihrem Gewinn Wetten abschließen. Das bedeutet, dass Sie insgesamt €1950 eingesetzt haben, wenn Sie 13 Stunden im Spiel verweilen. Da 5,26% von €1950 €102,57 sind, entspricht der Betrag, den Sie verloren haben, fast dem, den Sie ins Casino gebracht haben.

Eine solche kontinuierliche, schrittweise Reduzierung Ihrer Spielkasse ist das, was als "Grind" bezeichnet wird. Um diesem buchstäblichen "Zermahlen" Ihrer Bankroll entgegenzuwirken, besteht eine vernünftige Strategie darin, Spiele mit geringerem Hausvorteil für eine kürzere Dauer zu nutzen.

Der Hausvorteil geläufiger Casino Spiele

Der Hausvorteil von Spielen, die ausschließlich auf purem Glück basieren, wie beispielsweise die Spielautomaten, Roulette und die "Große Sechs", ist ziemlich festgelegt, da das Ergebnis weniger variiert. Das Rad beim Roulette hat immer 38 Zahlen und ein Paar Würfel enthält immer 12 Zahlen. Das Ergebnis ändert sich nicht aufgrund der Entscheidungen der Spieler.

Hingegen haben solche Spiele, die mehr Fähigkeiten erfordern, einen mehr oder weniger flexiblen Hausvorteil. Beim Blackjack zum Beispiel ändert sich die Zusammensetzung der verbleibenden Karten jedes Mal, wenn eine Karte ausgeteilt wird. Die gespielten Karten sowie die Fähigkeiten des Spielers beeinflussen stark, wie die Verteilung des Vorteils auf das Haus und den Spieler ausfällt. Der Hausvorteil für Blackjack beträgt 0,5%, zumindest wenn mit der Basisstrategie richtig gespielt wird. Ein durchschnittlicher Spieler ohne besondere Kenntnisse spielt jedoch normalerweise mit einem Nachteil von 2 bis 3%.

Ihre Fähigkeiten spielen aber auch beim Video Poker eine recht große Rolle. Der Hausvorteil für das Spiel variiert bei optimalem Spiel zwischen 0,5 und 5%. Wenn jedoch ein Spieler nur ein Ratespiel betreibt, statt eine Karte mit einer Strategie-Tabelle zu verwenden, werden seine Chancen sehr wahrscheinlich schlechter werden.

Im Allgemeinen steigt der Hausvorteil jedes Mal, wenn der Spieler nicht mit der richtigen Strategie spielt, und schwierigere Spiele bieten oft die besseren Chancen.

Warum also überhaupt noch spielen, wenn ein Hausvorteil vorhanden ist?

Wenn das Haus also meistens einen Vorteil hat, bedeutet dies nun, dass es überhaupt keinen Sinn macht, im Casino zu spielen?

Obwohl die Chancen gegen Sie sind, bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, dass Sie jedes Mal verlieren werden. Sonst würde schließlich niemand mehr in das Casino zurückkehren. Ein einfaches Beispiel: Es ist durchaus möglich, dass Sie aus zwei Münzwürfen zweimal hintereinander "Kopf" bekommen, auch wenn die Chancen dafür nicht auf Ihrer Seite liegen. Wenn Sie bis zum Ende des Jahres 365 Tage lang in einem Casino spielen, ist es natürlich keine Überraschung, wenn Sie rote Zahlen schreiben. Wenn es sich jedoch nur um ein Wochenende in Vegas handelt, haben Sie zweifellos eine Chance kurzfristig zu gewinnen, auch wenn das Haus theoretisch den Vorteil hat.

Wenn Sie ein vorsichtiger Spieler sind, kann das Glücksspiel in einem Casino bisweilen trotzdem recht günstig für Sie sein. Zum Beispiel wird ein versierter Blackjack Spieler, der an einem €5 Tisch spielt, nur €2,50 pro Stunde verlieren. Das ist immerhin günstiger als eine Kinokarte!

Jetzt können Sie erkennen, warum die Casinos gar nicht betrügen müssen, um ihre Gewinne zu erzielen. Als Spieler verlieren Sie jedoch tendenziell weniger bei Spielen mit geringerem Hausvorteil. Daher wird oft gesagt, dass ein intelligenter Spieler solche relativ vorteilhaften Spiele bevorzugt und gleichzeitig die Spiele mit hohem Vorteil für das Casino meidet. Trotz des Vorteils, den das Haus inne hat, haben Sie immer eine Chance zu gewinnen. Es ist eben nur so, dass das Casino stets langfristig gewinnen wird, indem es bei jedem Einsatz ein paar Prozent Gewinn erzielt.